Aktuelles

Unser Bistro ist eröffnet!

Im Zuge der Bauarbeiten an und um unsere Kindertagesstätte, wurde der bisherige Turnraum in ein Kinderbistro umgebaut. Im März 2019 war es endlich soweit, das Bistro konnte eingerichtet und mit Leben gefüllt werden. Ausgestattet mit Tischgruppen, Kinderbuffets für das Geschirr, Servierwägen, etc. finden das Frühstück und das Mittagessen der Ü3-Gruppen im Bistro statt. Die Kinder sitzen an einzelnen Tischgruppen, immer gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft.

In diesem Zuge und nach Einbau und Fertigstellung der Küche wurde im März 2019 auch unser Verpflegungssystem umgestellt. Das warme Mittagessen wird nun nicht mehr fertig zubereitet warm angeliefert, sondern von unserer Hauswirtschaftskraft mit dem Cook & Freeze-System direkt in der Kita zubereitet. Hierbei handelt es sich  um von Apetito tiefgekühlt gelieferte Menükomponente, die im Kombidämpfer zubereitet werden. Kombiniert und ergänzt wird das warme Essen mit frischen Lebensmitteln, z.B. einem frisch zubereiteten Salat, Obst oder einem Dessert.

Direkt nach der Zubereitung wird das warme Mittagessen den Kindern in Schüsseln am Tisch serviert. Im Anschluss an einen gemeinsamen Tischspruch schöpft sich jedes Kind sein Mittagessen direkt am Tisch selbst, um es sich danach schmecken lassen zu können.

Zum guten Schluss werden die Tische gesäubert.

Besuch am Dienstagnachmittag

 

Dienstagnachmittags bekommen wir Besuch von Frau Mann.

Sie ist bei uns in der Kita ehrenamtlich tätig und bietet den Kindern die Möglichkeit, an diesen Nachmittagen an verschiedenen Bastelangeboten und Aktivitäten teilzunehmen.

In den letzten Wochen beschäftigten sich die Kinder mit der Vogelhochzeit von Rolf Zuckowski. Sie hörten sich Lieder an und gemeinsam gestalteten sie Bilder dazu.

Wie immer, hatten die Kinder viel Spaß dabei und sind sehr stolz auf ihre Bilder.

Kinderfüße und Hundepfoten besuchen

das ASB-Pflegeheim

 

Am Dienstag, den 26.03.2019, fand nachmittags ein Besuch der ganz besonderen Art im ASB-Pflegeheim in Güglingen statt:

Die Kinder der Kindertagesstätte Herrenäcker freuten sich sehr, dass diesmal eine Erzieherin der Einrichtung mit ihrem Therapiehund „Tessa“ am monatlichen Besuch im Pflegeheim teilnahm. Ebenso groß  war die Begeisterung unter den Seniorinnen und Senioren über den Besuch der lieben Labradorhündin Tessa. Mit ihrem braun glänzenden Fell zeigte sie nach Aufforderung ihres Frauchens die tollsten Kunststücke.

Ob eine Rolle seitwärts, mit Pfote und Hand „high-five“, unter den Beinen durch laufen, Sitz oder Platz, alles konnte Tessa mit Bravour meistern. Sogar ein Leckerli oder ihren in einer völlig anderen Ecke des Zimmers aufzuspüren oder in einer Schüssel auf dem Schoß eines Senioren war für die zahme Hündin kein Problem.

Zum Schluss durften natürlich alle Bewohner des Pflegeheims und die Kinder Tessa noch streicheln.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Mitarbeitern des Pflegeheims für die Möglichkeit, die Idee des Besuches umzusetzen. Die Zusammenarbeit zwischen dem ASB-Pflegeheim und der Kindertagesstätte Herrenäcker ist sehr gut. Es ist uns wichtig, Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen zu pflegen. Der größte Dank gilt natürlich der Hündin Tessa, die voller Konzentration und Eifer dabei war!

Zahnarztbesuch der Schulanfänger

 

Am Freitag, 18. Januar 2019 machte sich die „Forscherbande“ auf den Weg zur Zahnarztpraxis Haas, hier in Güglingen.

Mit vielen Fragen im Gepäck, startete unsere Exkursion: Warum wackeln die Milchzähne?! Wie kommen Löcher in die Zähne?! Wie sieht ein Bohrer aus?! Was macht ein Zahnarzt?! Und wie sieht es in einer Zahnarztpraxis überhaupt aus?!

Herr Haas hatte natürlich die richtigen Antworten parat? Wir möchten uns ganz herzlich bei Herrn Haas und seinem Team für die wertvolle Zeit und das Engagement bedanken.

Die Forscherbande mit Erzieherinnen

 

Kita Herrenäcker besucht die Bäckerei Bürk

Am Mittwoch, 5. Dezember 2018, haben die Vorschulkinder der         Kita Herrenäcker die Bäckerei Bürk besucht. Die Backstube und die Konditorei waren gut vorbereitet, um mit der vorweihnachtlichen Aktion loslegen zu können.

Ausgerüstet mit Schürzen, durften die Kinder dort viele Leckereien selber machen, wie z.B. Brezeln und Hefezöpfe. Das Plätzchen ausstechen und verzieren durfte natürlich auch nicht fehlen. Es war ein tolles Erlebnis für die Kinder, da sie sehr viel Spaß an der vorweihnachtlichen Aktion hatten und mit großer Motivation dabei waren.

Die Kita Herrenäcker bedankt sich herzlich bei Herrn Bürk und seinem Team, für den kurzweiligen, lehrreichen Besuch bei der Bäckerei Bürk!

Besuch bei der Firma Weber-Hydraulik

 

Wie jedes Jahr, waren wir mit den Schulanfängern wieder an zwei Tagen zu Besuch bei der Firma Weber-Hydraulik, Güglingen. Die Firma Weber-Hydraulik ist unser Kooperationspartner bei unserem Projekt Technolino. In diesem Projekt werden die Kinder durch Experimente und Versuche an die Bereiche Naturwissenschaft und Technik herangeführt.

 

An beiden Tagen wurden wir von  Auszubildenden der Firma Weber-Hydraulik abgeholt. Am ersten Tag bekam jedes Kind eine Schildmütze mit seinem Namen überreicht und dann machten wir uns auf den Weg. Bei der Firma Weber-Hydraulik angekommen, stärkte sich die junge Truppe erst einmal im Schulungsraum mit dem selbstmitgebrachten Vesper.

Danach ging es in das Ausbildungszentrum. Hier durfte sich jedes Kind einen Auszubildenden aussuchen. Die Azubis begleiteten die Kinder an diesem Morgen durch die verschiedenen Arbeitsschritte. Die Kinder waren kaum zu bremsen und nach einer kurzen Einweisung legten sie mit Unterstützung der Azubis los.

 

Bei unserem ersten Besuch am 8. Juni 2018 beschäftigten wir uns mit dem Thema Würfel. Die Kinder lernten, dass ein Würfel aus 21 Punkten besteht und in der Summe, der jeweils gegenüberliegenden Seiten immer 7 ergeben muss.

Sie fertigten zwei Würfel aus Aluminium, jeweils einer zum Würfeln und ein zweiter, der auf einer Grundplatte steht. Auf der Grundplatte durften die Kinder ihre Namen eingravieren.

 

Am 6. Juli 2018 erfolgte unser zweiter Besuch bei der Firma Weber-Hydraulik. Dieses Mal durften die Kinder, wieder mit Hilfe ihres Azubis, ihren eigenen Briefbeschwerer anfertigen. Anreißen, Bohren und Gewinde schneiden, diese Fertigkeiten waren hierbei sehr wichtig.

Im Anschluss durfte jedes Kind noch einen eigenen Schlüsselanhänger herstellen. Mit Hammer und Schlagbuchstaben wurden die Anhänger mit den Namen der Kinder beschriftet.

 

Viel zu schnell sind die beiden Vormittage vorbei gegangen und wir sagen Dankeschön für die tolle Kooperation, die schon seit 2010 besteht. Wir kommen gerne zur Firma Weber-Hydraulik, da wir immer sehr freundlich empfangen werden, alle sehr motiviert und gut vorbereitet sind. Ein großes Danke geht an Herr Wilhelm, Herr Aldinger und an die Azubis, die sich immer sehr viel Mühe geben, den Kindern zwei interessante Vormittage zu ermöglichen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, die Kinder und Erzieherinnen der Kita Herrenäcker.

„ Sommerfest, Sommerfest, wir feiern heute Sommerfest.“

 

Pünktlich zum Sommeranfang, feierten die Kinder und Erzieherinnen der KITA Herrenäcker am Samstag, 23.Juni 2018 bei strahlendem Sonnenschein ihr Sommerfest.

Das Programm startete mit einem gemeinsamen Begrüßungslied und anschließenden  Beiträgen aller Gruppen:

So hörten wir ein Gedicht über den Körper, einen  Sommervers  und ein

Familienlied. Des Weiteren sangen die Kinder Bruder Jakob in verschiedenen Sprachen und tanzten den Flummisong.

An der Spielstraße konnten die Kinder einen Schatz ausgraben, ihren Namen auf Griechisch schreiben, Landesflaggen bemalen, sich schminken lassen oder lustige Familienfotos machen. 

Für das leibliche Wohl war durch ein reichhaltiges, leckeres Fingerfood Büffet und frisch gebackenen Waffeln bestens gesorgt.

Wir bedanken uns bei allen Eltern für die tatkräftige Unterstützung, die zum Gelingen unseres schönen Festes beigetragen haben.

„Liebe Oma, lieber Opa tanz` mit mir!“

Oma-Opa-Tage in der Kindertagesstätte Herrenäcker

 

In der Woche vom 14.-17. Mai 2018 war vormittags groß was los bei uns in der Kindertagesstätte:

Die Großeltern unserer Kita-Kinder durften zum Opa-Oma-Vormittag in die Kita kommen. Freudig wurden die Omas und Opas willkommen geheißen. Die Enkelkinder zeigten stolz ihren Gruppenraum mit allen Spielmöglichkeiten. Es wurde miteinander gespielt, gemalt, gelacht und der Portfolioordner bestaunt.

Glücklich sangen (so mancher Opa sogar mit Oberstimme) alle miteinander im Morgenkreis und zum Lied „Liebe Oma, lieber Opa tanz` mit mir!“ wurde natürlich das Tanzbein geschwungen!

Anschließend gab es Kaffee und Kuchen in der Turnhalle. Die Kuchen waren von den Omas selbstgebacken und schmeckten sehr, sehr lecker!

Nach gemeinsamem Freispiel im Zimmer oder im Garten verabschiedeten wir die Großeltern.

Ganz herzlich bedanken wir uns für die spendierten Kuchen und dafür, dass so viele Omas und Opas unserer Einladung gefolgt  sind!

Die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Herrenäcker

Kleine Vorfreude auf den Muttertag

Am 9.Mai 2018 begrüßten wir an einem sonnigen Nachmittag die Mamas unserer Kinder zu einer kleinen Muttertagsüberraschung bei uns in unserem Garten.

Nach einem Begrüßungslied der Kinder, bekamen die Mamas als kleines Dankeschön eine spielerische Rückenmassage von ihren Kindern.

Danach war dann Zeit zum Miteinander reden, essen und trinken. Die Auswahl der mitgebrachten Speisen war sehr vielfältig, so dass das eine oder andere Stückchen gerne probiert wurde.

Doch viel zu schnell hieß es schon wieder aufräumen und sich voneinander verabschieden. Hierbei gab es für die Mamas eine zweite Überraschung.

Mit einem kleinen Vers übergaben die Kinder zum Schluss eine Rose an ihre Mama.

Überall gab es strahlende Kinderaugen und glückliche Mamas. Es war ein sehr schöner Nachmittag, der viel zu schnell vorbei ging.

Ein wunderschöner Nachmittag zwischen Jung und Alt

 

Die Freude war groß, als uns am Mittwochnachmittag, den 25.04.2018 die Seniorinnen und Senioren der ASB-Tagespflege Güglingen in unserer Kindertagesstätte besuchten.

Nach der Begrüßung sangen wir Lieder und tanzten zu zweit zum altbekannten Kreisspiel „Brüderchen, komm tanz` mit mir…“. Voller Freude sangen und klatschten alle mit.

In geselliger Runde stärkten wir uns mit dem leckeren Kuchen, der vom ASB-Pflegeheim spendiert wurde.

Die Senioren und Seniorinnen interessierten sich sehr für die Gruppenräume, die wir anschließend beim Rundgang anschauten. Stolz zeigten die Kinder ihre Spielecken und erzählten, was alles so im Alltag der Kita geschieht. Manche Besucher berichteten von damals und eine Seniorin, die früher selbst Erzieherin war, hatte sogar ihr Fotoalbum mitgebracht!

Es war ein fröhliches Miteinander und mit dem Lied „Alle Leut gehn` jetzt nach Haus!“ verabschiedeten wir uns.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit mit dem Pflegeheim und für alle Mitarbeiter (die Pflegekräfte und den Fahrdienst), ohne deren Einsatz dieser schöne Nachmittag nicht stattgefunden hätte!

Raum für Bewegung, Spiel und Lernen

Spatenstich für die Erweiterung des Kindergartens Herrenäcker – Mit einem Jahr Bauzeit wird gerechnet

Dass ihr heut’ alle hier seid, das ist wunderbar“: Klatschend und singend hießen die Jungen und Mädchen des Kindergartens Herrenäcker samt ihren Erzieherinnen die Gäste beim formalen Spatenstich willkommen. Für rund 2,8 Millionen Euro wird die Betreuungseinrichtung der Stadt Güglingen erweitert. Wenn alles normal läuft, können die neuen Räume im Herbst 2018, im Optimalfall schon mit Beginn des Kindergartenjahrs im September, genutzt werden.

Standortfaktor

Bürgermeister Ulrich Heckmann ließ keinen Zweifel daran, dass die Entscheidung des Gemeinderats vom Januar 2016, als dem Raumprogramm zugestimmt wurde, richtig war: „Es ist wichtig, dass wir ausbauen.“ Die Nachfrage in den Herrenäckern ist groß, der Platz jedoch knapp. Seit September ist eine Gruppe in einem Container untergebracht. „Für die weitere Entwicklung der Stadt ist es von höchstem Interesse, dass wir eine sehr gute Betreuung bieten“, verwies Heckmann auf die Bedeutung der Kindertagesstätten als Standortfaktor. Allen Eltern versicherte er: „Wir werden diesen Weg weitergehen.“ Der vergrößerte Kindergarten soll ausreichend Fläche für insgesamt vier Gruppen bieten. Und auch die seit einem Jahr bestehende integrative Kindergartengruppe, in der behinderte und nicht behinderte Kinder zusammensind, wird vom Umbau profitieren. Neben einem zusätzlichen Gruppenraum werden Räume für das Personal und die Kindergartenleitung, ein neuer Bewegungsraum und zwei Therapieräume geschaffen. Zur Erweiterung, die rund 500 Quadratmeter umfasst, gehört aber auch der teilweise Umbau des bestehenden Gebäudes. „Wir organisieren den Kindergarten so um, dass er ganztagstauglich ist“, verdeutlicht Architektin Annette Becker-Huschka. Unter anderem wird der Bestand durch eine größere Küche aufgewertet. Die Schlafräume werden neu genutzt. Als Spiel- und Rückzugsfläche aufgegeben werden die Galerien. Sie dienen künftig nur noch als Lagerraum. Verschärfte brandschutzrechtliche Auflagen bedeuteten für sie das Aus.

Wahrzeichen

Weichen muss dem Neubau auch die großzügige Pergola direkt vor dem Gebäude, die bisher so etwas wie das Wahrzeichen des Kindergartens Herrenäcker war. Die Planerin aus Nordheim und der Bauausschuss des Güglinger Gemeinderats waren sich letztlich einig, dass die Erweiterung auf der westlichen Seite am sinnvollsten ist. Nicht zuletzt, weil so das Spiel- und Freigelände der Kinder nicht angetastet wird und in voller Größe erhalten bleiben kann.

Wesentlicher Teil der Planung ist ein langgestreckter Baukörper entlang der Herrenäckerstraße mit einem geneigten Satteldach. „In zwei Wochen fangen wir mit den Rohbauarneiten an“, kündigte Annete Becker-Huschka an. Sie hofft, dass der Rohbau Ende des Jahres steht und dann im Januar mit den Zimmerarbeiten und dem Dach begonnen werden kann.

 

Der Bericht stammt aus der „Heilbronner Stimme“, veröffentlicht am 7. Oktober 2017, geschrieben von Redakteur Thomas Dorn, Foto von Dennis Mugler

Wo die Inklusion schon im Kindergarten beginnt

Seit einem Jahr gibt es die inklusive Kindergartengruppe in den Güglinger Herrenäckern. Das Zusammenspiel von Kindern mit und ohne Behinderung funktioniert, auch weil die Rahmenbedingungen stimmen.

 

 Zehn, zwölf Kinder sitzen mit Erzieherin Bärbel Kaupp auf dem Boden, hantieren mit farbigen Holzsteinen oder üben sich im Bilderlotto. Es sind Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung. Dass sie gemeinsam spielen, lernen und den Kindergartenalltag leben, ist in den Güglinger Herrenäckern der Normalfall. Im September 2016 wurde die inklusive Kindergartengruppe, kurz: Inki-Gruppe, eröffnet. Ein Jahr später fällt die Zwischenbilanz rundum positiv aus.

Die Kinder kommen prima miteinander aus, die Eltern sind zufrieden. Das freut Christiane Baumann, die Leiterin der kommunalen Kita, sehr. "Wir wollen auf lange Sicht ein inklusiver Kindergarten werden", beschreibt sie das Ziel. Die Inki-Gruppe wurde von Renate Sterkel initiiert. Als Kindergartenfachberaterin bei der Diakonischen Jugendhilfe Raum Heilbronn (DJHN) ist sie für 25 Kindertagesstätten zuständig. Sie hat gemerkt, dass die politisch gewollte Inklusion in den Einrichtungen durchaus eine Rolle spielt ("die Kinder sind da"), dass viele mit dem Thema aber überfordert sind. "Wir müssen das konstruktiv angehen", lautete ihre Erkenntnis. "Die Rahmenbedingungen müssen stimmen." Ergebnis ist das Pilotprojekt in Güglingen.

Eine bejahende Haltung

Entscheidender Punkt ist für Renate Sterkel die "bejahende Haltung" von Kindergartenträger und Erzieherinnen-Team. Da lautet die Fragestellung mit Blick auf das behinderte Kind nicht: Wie schaffen wir das irgendwie? Sondern: Was können wir dem Kind anbieten? "Wir möchten das Miteinander möglich machen", sagt Christiane Baumann. Allerdings nach gründlicher Prüfung. "Es geht immer um die Frage: Ist das für das einzelne Kind der richtige Bildungs- und Lernort?", verdeutlicht Renate Sterkel. Oder ist es doch besser in einer sonderpädagogischen Einrichtung aufgehoben? Das wird in einem gemeinsamen Aufnahmeprozess mit Eltern und Fachleuten zu klären versucht. So musste ein Kind abgelehnt werden, das sehr geräuschempfindlich ist. "Diese Ruhe können wir hier nicht bieten", sagt Renate Sterkel.

Zur 19-köpfigen Inki-Gruppe gehören dagegen zwei Mädchen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Eines leidet am Williams-Beuren-Syndrom, einem Gen-Defekt, der mit einer Entwicklungsverzögerung einhergeht. Ein anderes ist, nachdem es als Frühchen mit einer teilweisen Lähmung auf die Welt kam, körperlich eingeschränkt. Teil der Gruppe ist auch ein fünfjähriger Junge, der in seiner Entwicklung zwei bis drei Jahre zurück ist.

Blindes Kind integrieren

Doch nicht nur in der Inki-Gruppe wird Inklusion gelebt. Der Kindergarten Herrenäcker wird auch von einem Jungen mit frühkindlichem Autismus und sogar einem blinden Kind besucht. Letzteres wurde jeden Tag in die Nikolauspflege nach Stuttgart chauffiert. "Der Junge war täglich vier Stunden auf der Straße", weiß Renate Sterkel. Eine belastende Situation. Die wohnortnahe Betreuung ist für die meisten Eltern dann auch ein ganz wichtiger Grund, weshalb sie ihr behindertes Kind in einem normalen Kindergarten anmelden.

Das Inki-Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Es wird von mehreren Seiten unterstützt. Das Landratsamt Heilbronn zahlt Eingliederungshilfe für die Kinder mit "besonderen Bedarfen", wie es in der Fachsprache heißt. Private Sponsoren machen eine gute personelle Ausstattung möglich, indem sie etwa die 45-Prozent-Stelle der Sozialpädagogin Stefanie Maysenhölder finanzieren. Sie kümmert sich unter anderem um die Entwicklungsdokumentation. "Das ist eine große Entlastung für uns", so Christiane Baumann.

Verhaltensoriginelle Kinder

 Die Stadt Güglingen schaut nach der baulichen Ausstattung. Und die DJHN stellt mit Lehrerin Suzan Hußmann eine Fachkraft ab, die an vier Tagen jeweils drei Stunden vor Ort ist und sich - in der gesamten Einrichtung - speziell um die "verhaltensoriginellen" Kinder kümmert, die im sozial-emotionalen Bereich verstärkt Hilfe brauchen. Die lernen müssen, Regeln einzuhalten, die Perspektive des Gegenübers, also des anderen Kindes, einzunehmen, mit Frustrationen umzugehen.

Dem Inki-Beirat gehören unter anderem Vertreter des Staatlichen Schulamts und der Lauffener Kaywaldschule an. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch Professor Jo Jerg von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg empfindet Renate Sterkel als wertvoll: Sie hofft, "dass das Projekt auch landespolitisch unterstützt wird".

 

Der Bericht stammt aus der „Heilbronner Stimme“, veröffentlicht am 5. Oktober 2017, geschrieben von Redakteur Thomas Dorn, Fotos von Ralf Seidel

Bild links:                                                                                           Sie begleiten das Inklusionsprojekt intensiv: Kindergartenleiterin Christiane Baumann (links) und Fachberaterin Renate Sterkel.

Bild rechts:                                                                         Gemeinsames Spielen und Lernen: Zur inklusiven Gruppe um Erzieherin Bärbel Kaupp gehören Kinder mit und ohne Behinderung.

 

Besuch von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MDL vor Ort in Güglingen im Kindergarten "Herrenäcker" mit der inklusiven Kindergartengruppe "INKI"

 

Sehr beeindruckt zeigte sich die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch bei ihrem letzten Besuch in Güglingen im Kindergarten "Herrenäcker". Zusammen mit Bürgermeister Klaus Dieterich und den Kooperationspartnern der Einrichtung bekam die Abgeordnete einen lebendigen Einblick in das neu gestartete Projekt "INKI", einer inklusiven Kindergartengruppe. Mit "INKI" wird in Güglingen ein neuer Weg beschritten, der von den Eltern der betroffenen Kinder sehr begrüßt wird.

"Die Kinder müssen keine langen "Fahrtwege" am frühen Morgen hinter sich bringen, sondern können direkt den örtlichen Kindergarten besuchen", so die Projektkoordinatorin Renate Sterkel.

Der Kindergarten selbst sieht dabei viel pädagogisches Potential. Dies wird von der Kindergartenleiterin Christiane Baumann als Bereicherung empfunden: "die Kinder unserer Einrichtung werden ganz natürlich damit konfrontiert, dass es Menschen mit verschiedenen Bedarfen und Unterschieden gibt, ganz nach unserem Leitsatz von Richard von Weizsäcker "es ist normal, verschieden zu sein."

Begleitet wird dieses vorbildliche Projekt von der Diakonischen Jugendhilfe Kleingartach und dem Kaywaldschule Lauffen a.N. "Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt und wird von uns mit sehr viel Wohlwollen unterstützt", bekräftigen die stellvertretende Schulleiterin Claudia Bay und Friedrich Frey, Schulleiter der Christian-Heinrich-Zeller-Schule der Diakonischen Jugendhilfe Kleingartach. Gurr-Hirsch lobte: "hier wird allen Kindern ein Lebensraum geboten, den sie spielerisch erobern und indem sie sich ihren Fähigkeiten und ihrem Tempo entsprechend entwickeln können. Dabei erhält jedes Kind die pädagogische Begleitung und Unterstützung, die es für seine ganzheitliche Entwicklung benötigt."

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Stadtverwaltung Güglingen